Gehörschutz und Musikfestival – ist das nicht wie Augenklappe und Kino?

Niemand käme auf die Idee, während eines Kinobesuchs Augenklappen zu tragen, um die Augen zu schützen. Warum sollten dann bei einem Open Air Festival Ohrenstöpsel als Gehörschutz getragen werden?

Es ist zwar richtig, dass Musik oder Lärm, die mit positiven Gedanken assoziiert werden, wie es bei einem Klassik-, Pop-, oder Jazzkonzert der Fall ist, besser toleriert und subjektiv als leiser und weniger störend empfunden werden. Der Level an Stresshormonen im Blut bleibt dadurch ein wenig niedriger. In der Tat ist es so, dass bei Konzerten, die als Genuss empfunden werden, das körpereigene Belohnungssystem mit der Ausschüttung von Dopamin und Oxytocin reagiert, die die Sensibilität gegenüber gehörschädigenden Schalldrücken stark reduzieren. Mit anderen Worten, man merkt es nicht. Das Problem wird erst registriert, wenn sich die Scheingeräusche, die nach dem Konzert noch anhalte können, verflüchtigen, gewisse Pfeiftöne aber als Tinnitus weiter anhalten und/oder das Hörvermögen reduziert ist.

In der Tat ist bei öffentlichen Open-Air-Konzerten ein gehörschädigendes Potenzial an Lautstärke vorhanden. Eine wichtige Rolle spielt dabei nicht nur der absolute Schalldruck in Pascal (Pa) oder die Lautstärke in Dezibel (dB), sondern auch die Zeitdauer. Interessanterweise halbiert sich die zulässige Zeitdauer je 3 dB Schallzunahme. Während bei moderaten 85 dB noch 8 Stunden ohne Lärmschutz zugehört werden kann, halbiert sich die Zeit bereits auf 4 Stunden bei 88 dB. Sehr laute Musik oder Geräusche mit einer Stärke von 115 dB können nur noch 30 Sekunden ohne Gefahr einer Hörschädigung ertragen werden.

Die Gefahren einer Hörschädigung während des Besuchs eines Open-Air-Festivals können durch SANOHRA noise Ohrenstöpsel nicht nur zuverlässig vermieden werden, sondern der Hörgenuss bleibt vollständig erhalten, weil die Dämmung mit einem SNR (Single Number Rating) von 23 dB sehr gleichmäßig über die einzelnen Frequenzbereiche erfolgt. Die individuelle Klangfarbe einzelner Instrumente bleibt trotz Gehörschutz unverfälscht erhalten.

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